Geschichte der Zahlen
Kosten: 12,00 € Materiaklkosten: 2,00 €
Wir laden dich ein zu einer spannenden Reise durch die Welt der Zahlen.
Sie beginnt bei den Vorläufern der Zahlenmalerei und führt über die Römische Zahlzeichen bis
hin zum das heute gültige Zahlensystem.
In unserem Kurs anschaulich und mit viel Spaß erlebst du die Geschichte des
wichtigsten Faches unserer Zeit.
Zahlenmalerei
Zahlzeichen der Sumerer, Babylonische Zahlschrift, Hieroglyphenschrift der Ägypter, Zahlensymbole der Griechen -
Zahlenmalerei
Schon die Menschen in der Steinzeit stellten Zahlen durch Striche dar.
Eine der ältesten bekannten Zahlendarstellungen befindet sich auf einem
Wolfsknochen, der 30 000 Jahre alt ist und im heutigen Tschechien gefunden
wurde. 55 Striche sind in diesem Knochen eingeritzt.
In vielen Teilen der Erde und in unterschiedlichen Kulturen entwickelten
sich verschiedene Formen und Zeichen, um Zahlen darzustellen.
Im alten Ägypten wurden bereits vor über 5000 Jahren Hieroglyphen (schematische
Bilder) für die Darstellung von Zahlen benutzt, die in etwa so aussahen:
Römische Zahlzeichen
Die alten Römer hatten ihre eigene Methode Zahlen
darzustellen. Ihre Zahlzeichen bestanden aus
Buchstaben. Jedes Zeichen hatte einen konkreten
mathematischen Wert, der sich auch nicht änderte,
wenn das Zeichen an einer an einer anderen Stelle
im Zahlwort stand. Die römischen Zahlen wurden
über viele Jahrhunderte in Europa verwendet.
Aus diesen Zeichen werden die Zahlen zusammengesetzt,
zum Beispiel:
Die Null - Stellenwertsystem
Die NULL – eine wichtige Zahl
Den alten Römern fehlte die Null. Das war ein Problem.
Es dauerte deshalb ziemlich lange, bis selbst
eine einfache Rechenaufgabe gelöst war. Da das
so war, konnte sich das Rechensystem der Römer
nicht behaupten und wurde durch das Dezimalsystem,
in dem wir heute rechnen, abgelöst. Mit
ihm kam auch die Null vor mehr als 800 Jahren
über Arabien nach Europa.
Fingerrechnen
Die älteste Rechenmaschine der Welt
Finger sind die ältesten Rechenhilfsmittel der Menschheit. In einem Jahrmillionen langen Evolutionsprozess
entwickelte sich der Mensch mit fünf Fingern an jeder Hand. Die Tatsache,
dass wir zehn Finger haben, könnte auch der Ursprung unseres Dezimalsystems (Zehnersystem)
sein, das heute überall auf der Welt angewandt wird.
Schon im Altertum rechneten die Menschen mit den Fingern. Diese Fertigkeiten wurden von Generation
zu Generation weitergegeben und vervollkommnet.
Hier zeigen wir euch ein sehr altes Finger-Rechenmodell, das in Indien, Irak, Nordafrika, Russland und
Frankreich praktiziert wurde und in entlegenen Regionen noch heute angewendet wird.
Erfindung unserer Ziffern - Von der Zahl zum Zählen
Erst das Positionssystem nach dem Stellenwert, bei dem der Wert einer Ziffer außer von ihrem Eigenwert auch von
ihrer Stellung innerhalb der Zahl abhängig ist, machte die Arithmetik "selbst dem stumpfesten Geist zugänglich",
drückt es T. Dantzig aus. Die Zehnerreihe hat sich nach dem heutigen Wissensstand erst im ersten Jahrtausend n. Chr.
in Nordindien entwickelt. In Sanskrit - Dokumenten aus dem 9. und 10. Jahrhundert fanden sich eindeutige, individuelle Zeichen für jede der
zehn Wertangaben der Dezimalreihe. Über die persischen Gelehrten gelangte das System indischer Mathematiker in Form
einer Vermischung von indischen und arabischen Zeichen, aus dem die ostarabische Ziffernreihe entstand, im 10.
Jahrhundert über Spanien in die westliche Welt. Im 6. Jhdt. v. Chr. legte Pythagoras den Grundstein für die
Wissenschaft im heutigen Sinn.
Das heute gültige Rechensystem
Unser jetziges Zahlensystem verdanken wir den Arabern, die es von den Indern übernommen hatten.
Etwa im 5.Jhdt. n.Chr. kamen in Indien das arithmetische System und das Dezimalsystem in ihrer heutigen
Form mit den Zahlen von Null bis Neun auf. Im Jahr 829 veröffentlichte der Gelehrte Muhammed ibn
Musa al-Khwarizmi (780-850) in Bagdad eine Abhandlung zur Algebra, in der er dieses Dezimalsystem anwendete.
Rechenhilfen
Rechenbrett und Abakus - Rechenbretter kannte man schon vor 2500 Jahren in Persien.
Aristoteles berichtet um 300 v. Chr. über eine Volkszählung unter Zuhilfenahme von Rechenbrettern.
Die Römer entwickelten ihr Rechenbrett weiter zum Handabakus, der in Spalten verschiebbare
Perlen für Einer, Fünfer, Zehner usw. enthielt. Auch heute noch
werden solche Abakus in Teilen Chinas und Russlands benutzt.
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